Gelungener Auftakt „OT meets IT“ und IoT Showroom-Eröffnung

Veröffentlicht am: 07.Feb.2019

Highlights der IoT Showroom-Eröffnung in Leinfelden/Echterdingen. Matchmaking „OT meets IT“. Gemeinsame Herausforderungen und Chancen. Messecharakter: Demos von neun Hersteller-Lösungen.

Zum Start der Tagesveranstaltung, am 5. Februar 2019, begrüßte Barbara Eisenberg die 58 Teilnehmer der IT-Hersteller, OT-Hersteller und IT-Partner und führte in den interaktiv gestalteten Tagesverlauf ein. Im Mittelpunkt der Showroom-Eröffnung standen neun Hersteller und ihre Lösungen. Erstmalig gab es ein einstündiges, moderiertes Matchmaking „OT meets IT“ in einer Art Kurzformat des „World Cafés“.

 

Wegweisende IoT-Demos

Michael Gern, Showroom-Leiter und IoT Solution Architekt der Next Gen, führte in die Showroom-Demos mit Messecharakter ein:

  • IFM: Franz Stieber, Senior Sales Engineer stellte den IFM Demokoffer vor. IFM steht für 50-Jahre Expertise in der Sensorik. Mit der IFM Technologie können Sensordaten erfasst, konsolidiert und visualisiert werden. Die IO-Link Technologie bringt die Vorteile der digitalen Welt in die meist analoge Messtechnik. IFM-eigene Algorithmus gesteuerte Agentensysteme können riesige Datenvolumen intelligent reduzieren und an die Schnittstellen z.B. von firmeneigenen ERP-Systemen übermitteln. Dieser Ansatz ist ein intelligenter Enabler für IoT-Projekte.
  • Wago: Jürgen Pfeifer, IoT & Cloud Partnermanager, stellte die WAGO-IoT-Box. Mit der Box und dem darin enthaltenen WAGO-IoT-Gateway (Controller der PFC-Familie) wird eine Brownfield-Anwendung / ein analoges Device (Lüfter für Heizen / Kühlen) mit einer Cloud-Anwendung verbunden.
  • IBM: Das Team Julia Riedl und Dennis Büchele von IBM stellten sich allen Fragen und Use Cases für den Einsatz von IBM Watson. Mithilfe einer Analyse von Bilddaten kann in einer Produktion zwischen Gut- und Schlechtteilen unterschieden werden. Das System lernt selbständig mit jedem weiteren Bild und kann somit permanent noch exaktere Aussagen treffen. Damit wird eine Qualitätskontrolle sehr stark optimiert.
  • Software AG: Marco Stoffel, Presales Enginees, stellte die Cumulocity IoT vor. Die Lösung ist in der Cloud, On-Premise und in hybriden Konfigurationen einsetzbar und bietet eine Reihe vorkonfigurierter Lösungen, beispielsweise Condition-Monitoring, Predictive Maintenance oder Track & Trace. Es ermöglicht Unternehmen, ihre Geräte schnell und unkompliziert zu verknüpfen, IoT-Datenströme zu überwachen und zu analysieren sowie Predictive Analytics und Maschinenlernen anzuwenden.
  • Hitachi: Michael Gern und Tom Zimmermann führten in die Hitachi Welt ein. Die gezeigte Lösung kann öffentliche, kameraüberwachte Parkplätze mithilfe von Video Analytics Software zur Parkraumüberwachung und individualisierten Parkraummanagement überwachen, Bewegungen auswerten, analysieren und Folgeereignisse auslösen.
  • HPE: André Spatzier, Channel Manager IoT and HybridIT, stellte die Remote Guidance Lösung vor. Das „Smart Glass“ war sehr anschaulich und wurde von Tanja Schick, Tech Data InsideSales IoT & Analytics, gleich ausprobiert (Foto). Die damit veranschaulichte Lösung zur Remote Guidance (VRG) bietet Echtzeit-Zusammenarbeit für entfernte Teams oder Personen. VRG baut auf einer hochsicheren Infrastruktur auf und ist gleichzeitig ressourcenschonend. Damit ist es auch unter suboptimalen Infrastrukturbedingungen und in kürzester Zeit einsatzbereit.
  • Microsoft: Stefan Müller, Tech Data Solution Specialist IoT bei der Next Gen, zeigte den kostenlosen Microsoft Device Web Simulator, die IoT Accelerator Templates und Azure IoT Central, das neue Software as a Service Angebot rund um IoT.
  • Informatica: Kilian Ingelfinger, Tech Data Technical BDM, und Sven Munk, EMEA-LA Partner Technical Sales Lead, stellten die neuesten Data-Streaming Trends mit dem anschaulichen Case einer Brauerei in Holland vor. Eine Sensorik, die im Bierkeller der zugehörigen Gastronomie installiert ist, misst Temperatur, Druck im Fass, gezapfte Menge. Die gewonnenen Daten werden routinemäßig in einen Data Lake gestreamt und ausgewertet. Auffälligkeiten führen zum Anstoß genauerer Analysen. Betrug oder Fehlerquellen können so schnell identifiziert werden.
  • Sigfox: Elena Stzochay, Manager Solution Sales Germany, demonstrierte wie smarte Devices, wie z.B. Papiertuchspender an Flughäfen, über eine drahtlose Verbindung ihre Zustandsdaten an einen zentralen Punkt senden. Diese Geräte können mit Sigfox flächendeckend verbunden werden und die (meist kleinen Datenpakete) über das Sigfox-Netz versenden. Das veranschaulichte wie einfach der Füllstand jederzeit zentral überwacht und der Auffüllservice optimiert werden kann.

IoT-Herausforderungen und Chancen

Ziel des moderierten Matchmakings „OT meets IT“ war, die Herausforderungen und Chancen im Partnerökosystem gemeinsamen zu erkennen und zu bewerten. Dazu diskutierten vier Teams drei gestellte Kernfragen und dokumentierten Ihre Ergebnisse auf Flipcharts. Moderiert wurden die Teams jeweils von einem Gastgeber aus der Next Gen.

Zentral waren dabei folgende Erkenntnisse:

  • Traditionelle IT-Systemhäuser haben oft nicht den Zugang zu den Fachabteilungen und Mitarbeitern in der Fertigung. Den OT-Partnern fehlt es am Zugang zur IT. Eine Chance liegt für beide darin, sich miteinander zu vernetzen und Projekte ganzheitlich und gemeinsam anzugehen.
  • Technologien wie IoT und Advanced-Analytics eröffnen dem Channel neue Geschäftsfelder.
  • IoT ist ein breites Spektrum. IoT bietet B2C sowie B2B in vielen Branchen neue Möglichkeiten. Daher braucht es von den Teilnehmern eine klare Positionierung im Kontext des Partnerökosystems und der eigenen Ressourcen.
  • Analytics ist Grundvoraussetzung für Optimierungsvorgänge in IT sowie IoT.
  • IoT-Lösungen erhöhen Effizienz und Effektivität.
  • IoT-Projekte brauchen hybride, oft herstellerübergreifende, Umgebungen.
  • Cybersicherheit der Systeme ist komplexer als IT-Sicherheit.
  • Die Individualisierung der Lösungen erfordert Beratungskompetenzen beim Kunden.

Auffallend waren ambivalente Diskussionen, wie z.B. die OT braucht Gewährleistungen in der Produktion und hat langfristige Entwicklungsphasen, dahingegen werden IT-Projekte zunehmen agil in kleineren Zyklen gesteuert. Die IT bedient sich globaler Standards, die Industrien der OT haben jeweils eigene Standards. IoT-Lösungen brauchen Ingenieur- und Architekturwissen von Industrie-Rahmenwerken. Cyberphysikalische Sicherheitsbedenken und große SAP-Rollouts kippen so manches IoT-Projekt.

Die Diskussion machte deutlich, dass Partner sich mit der Evaluierung von IoT-Practices beschäftigen, dazu jedoch neue Skills im Unternehmen aufgebaut werden müssen. Andere haben noch keine Antwort auf das konkrete Projekt-Potenzial und müssen sich erst mit den neuen Architekturen, Anforderungen und Herangehensweisen vertraut machen. Die Expertise vor allem bei Systemhäusern wird gefragt, die bei Großkunden den Zugang zum C-Level haben und damit bei der Argumentation zu Gunsten von IoT-Projekten Einfluss nehmen könnten. Hier gilt der Satz: „Beraten Sie Ihre Kunden, sonst tun es andere“.

Mit diesem Engagement bietet Tech Data dem neuen Partnerökosystem: Hersteller der OT sowie der IT, hybride Lösungen, Methoden und konkrete Zusammenarbeitsformen für besser planbare Umsätze aus Mehrwerten, Projekten, Lizenzen, Support und Services.

Am Ende des eintägigen Events waren sich die Experten einig: Dieser modern und interaktiv angelegte Showroom-Event bot OT- und IT-Partnern eine Plattform für die Demonstration der eigenen Leistungen, für konkrete Fragestellungen und Ansätze zur gemeinsamen Weggestaltungen kommender IoT-Projekte.

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Ihre Next Gen BU

Carola Liedtke

Carola Liedtke ist Channel Marketing Managerin bei der Tech Data GmbH & Co. OHG. Sie bietet herstellerübergreifend Partnern Unterstützung an der Schnittstelle zwischen Marketing & Vertrieb. Sie ist mitverantwortlich für das Next Gen Marketing.

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